Quelle: https://unsplash.com/photos/wR11KBaB86U

 

Wer in Hannover eine Wohnung oder ein Haus kaufen möchte, der sollte vorzugsweise noch bis 2021 warten. Es gibt eine neue Gesetzesänderung, die zum Jahreswechsel in Kraft tritt. Für Käufer einer Immobilie wird es eine Erleichterung geben. Es ist nämlich so, dass private Käufer ab 2021 nicht mehr die komplette Maklergebühr zahlen müssen.

Laut der Änderung ist in Zukunft geregelt, dass maximal die Hälfte der Maklergebühr dem Käufer auferlegt werden kann. Verkäufer können also die Maklerprovision nicht mehr komplett auf den Käufer der Immobilie abwälzen. Beschlossen wurde die Gesetzesänderung schon im Mai 2020.

Es wird aber so werden, dass die Maklercourtage Verhandlungssache ist. Deswegen sollten Verkäufer oder Käufer immer genau hinschauen, wenn sie einen Makler in Hannover mit der Vermarktung beauftragen wollen.

Provision ist weiterhin Verhandlungssache

Es wird in Zukunft so sein, dass die Courtage weiterhin Verhandlungssache bleibt. Wer gut vergleicht, der kann sich doch einige Euro einsparen. Dank der Änderung ist es nun aber so, dass die Provision für den Makler hälftig geteilt wird. Demzufolge wäre es egal, wer den Makler beauftragt. Zudem ist beschlossen, dass derjenige Part, der den Makler bestellt hat, die Zahlung zunächst nachweisen muss, bevor der andere Beteiligte die Maklergebühren zahlen muss.

Manchmal ist es auch so, dass sowohl der Käufer als auch der Verkäufer den Makler in Auftrag gegeben haben. In dem Fall bezahlt auf jeden Fall jeder die Hälfte. Hinzu kommt, dass der Maklervertrag ab 2021 schriftlich vorliegen muss. Parteien können also nicht einfach so per Handschlag oder mündlich Vereinbarungen treffen.

Das soll für alle Beteiligten für mehr Klarheit sorgen. Da der Preis verhandelbar ist, sollten das die Beteiligten auch wirklich machen. Schließlich ist der Hauskauf schon mit hohen Kosten verbunden. Da wäre es doch schön, zumindest im Bereich der Maklerprovision zu sparen.

Einheitliche Regeln rund um die Maklerprovision

In der Vergangenheit war es noch so, dass es in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich hinsichtlich der Kostenübernahme der Maklerprovision gehandhabt wurde. In manchen Bundesländern wurde es schon so praktiziert, dass Käufer und Verkäufer jeweils die Hälfte der Maklergebühren übernommen haben.

Es gibt aber auch einen großen Teil an Bundesländern, in denen die Kosten komplett auf den Käufer umgelegt wurden. Hierzu gehören unter anderem die Bundesländer Hessen, Hamburg und Bremen. Wer sich also in den entsprechenden Bundesländern ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, der wird sich über die Gesetzesänderung freuen.

Diese Regelungen gelten übrigens nur für private Verkäufer. Handelt es sich um eine gewerbliche Tätigkeit, ist es weiterhin möglich, die Maklerkosten individuell aufzuteilen.

Kein Bestellerprinzip beim Immobilienverkauf

Das Gesetz sieht also in diesem Bereich kein Bestellerprinzip vor, wie es bei der Vermietung von Objekten der Fall ist. Seit 2015 gibt es das Bestellerprinzip bei der Vermietung von Immobilien. Bei dem Bestellerprinzip ist es so, dass derjenige, der den Makler beauftragt, für die vollständige Begleichung der Maklercourtage zuständig ist. Damals ging es um die Entlastung von Mietern.

Das neue Gesetz sieht eine Entlastung der Immobilienkäufer vor, indem eine Provisionsteilung kommt. Letztendlich wird es sich aber bestimmt nicht auf die Höhe der Provision auswirken. Der Makler erhält eben von beiden Parteien hälftig die Provision.

Die Höhe der Maklerprovision schwankt

Die Höhe der Maklerprovision variiert ganz stark von Bundesland zu Bundesland. Man kann also nicht allgemein sagen, das X Prozent berechnet werden. Sie liegt meistens zwischen 5,95 und 7,14 Prozent. In Niedersachsen kann mit einer Provision in Höhe von 7,14 Prozent gerechnet werden.

Das wären demzufolge sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer ab 2021 jeweils 3,57 Prozent. Aktuell wird es teilweise schon so gehandhabt. Es kommt aber auch manchmal vor, dass zwischen 4,76 und 5,95 Prozent verlangt wird, wenn nur der Käufer bezahlt. Wie sich genau die Maklerprovisionen entwickeln, muss man erstmal abwarten.

Ist die Maklerprovision immer verhandelbar?

Auch wenn die Maklerprovision beim Verkauf bzw. Kauf eines Hauses verhandelbar ist, ist es nicht immer möglich. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, ob der Makler mit sich reden lässt. Immobilienmakler lassen sich auf solche Dinge ein, wenn es sich um ein Objekt handelt, welches leicht zu vermarkten ist. Das gilt zumindest dann, wenn der Verkäufer eine niedrigere Provision, als marktüblich ist, vereinbaren möchte.

Kann der Verkäufer einer Immobilie gut verhandeln und ordentliche Argumente vorbringen, wird es sicherlich einfacher sein, eine niedrigere Provision auszuhandeln. Käufer hingegen können dann hinsichtlich der Preisverhandlung Erfolg haben, wenn sich die gewünschte Immobilie allgemein schwer verkaufen lässt.

Vielleicht gibt es keinen anderen Verkaufsinteressenten. Möglicherweise ist es ein durchaus ungünstiger Standort, der für viele andere Leute überhaupt nicht relevant ist. In dem Fall wäre es auf jeden Fall eine gute Option, in die Preisverhandlung zu treten.

Gleichberechtigung für alle Beteiligten

In der Vergangenheit war es schon so, dass Verkäufer keinerlei Provision bezahlen mussten. Laut dem neuen Gesetz ist das aber nicht mehr möglich. Einigen sich Immobilienverkäufer und Makler auf eine provisionsfreie Tätigkeit, kann der Makler auch vom Käufer keine Provision verlangen. Für Verkäufer wird es also kaum noch möglich sein, um die Provision für den Makler ab 2021 herumzukommen.

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close